Ratgeber
Wie berechne ich meinen Stundenlohn? Einfach erklärt mit Brutto-Netto-Rechner
Mit dem Mindestlohn von 13,90 € (2026) ergibt sich bei 40 Stunden/Woche ein Bruttomonatsgehalt von rund 2.409 €.
Wie berechne ich meinen Stundenlohn? So geht’s!
Du fragst dich: Wie berechne ich meinen Stundenlohn? Ob für den Gehaltsvergleich, die Mindestlohnkontrolle oder einfach aus Neugier – die Umrechnung von Monatsgehalt in Stundenlohn ist einfacher, als du denkst. In diesem Artikel zeige ich dir die Formel, die aktuellen Werte für 2026 und wie du dein Netto im Blick behältst.
Die einfache Formel: Stundenlohn aus Monatsgehalt berechnen
Die Grundformel lautet:
Stundenlohn = Bruttomonatsgehalt ÷ (wöchentliche Arbeitszeit × 4,33)
Der Faktor 4,33 kommt daher, dass ein Monat im Durchschnitt 4,33 Wochen hat (52 Wochen ÷ 12 Monate). Ein Beispiel: Du verdienst 3.800 € brutto und arbeitest 40 Stunden pro Woche.
3.800 € ÷ (40 × 4,33) = 3.800 € ÷ 173,2 ≈ 21,94 € pro Stunde
Möchtest du umgekehrt dein Monatsgehalt aus dem Stundenlohn berechnen, multiplizierst du:
Monatsgehalt = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitszeit × 4,33
Der BMAS-Mindestlohn-Rechner macht genau das – und zeigt dir sofort, ob dein Gehalt über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.
Aktuelle Werte: Mindestlohn 2026 und Durchschnittsgehälter
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € brutto pro Stunde (BMAS). Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt das ein verstetigtes Monatsgehalt von 2.409 €. Das ist die absolute Untergrenze – niemand darf weniger verdienen.
Zum Vergleich: Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag im April 2025 bei etwa 4.784 €, was einem Stundenlohn von rund 28,19 € entspricht. Die Gehälter variieren stark nach Beruf:
- Softwareentwickler: ~5.500 €/Monat
- Krankenpfleger: ~3.800 €/Monat
- Verkäufer: ~2.800 €/Monat
- Ingenieur: ~5.200 €/Monat
Diese Werte sind Schätzwerte aus unserer Gehaltsdatenbank – dein tatsächlicher Lohn hängt von Region, Erfahrung und Tarifbindung ab.
Vom Brutto zum Netto: Was bleibt dir übrig?
Dein Bruttogehalt ist nicht das, was auf deinem Konto landet. Abgezogen werden:
- Lohnsteuer (abhängig von Steuerklasse und Höhe des Gehalts)
- Solidaritätszuschlag (seit 2021 nur noch für Spitzenverdiener)
- Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitnehmeranteil 2026):
- Krankenversicherung: 8,75 %
- Rentenversicherung: 9,3 %
- Arbeitslosenversicherung: 1,3 %
- Pflegeversicherung: 2,4 % (kinderlos) bzw. 1,7 % (mit Kindern)
Ein Beispiel: Bei 3.800 € brutto (Steuerklasse I, gesetzlich krankenversichert, NRW, ohne Kirchensteuer) bleiben netto etwa 2.497 €. Das sind rund 65,7 % deines Bruttos. Mit unserem Brutto-Netto-Rechner kannst du deine persönliche Situation genau durchrechnen.
Tipps für die richtige Berechnung
- Verstetigtes Monatsgehalt: Die meisten Arbeitgeber zahlen jeden Monat den gleichen Betrag, auch wenn die Arbeitstage variieren. Der BMAS-Rechner geht von diesem Modell aus.
- Überstunden: Wenn du regelmäßig Überstunden machst, solltest du diese in die Berechnung einbeziehen – sonst liegt dein effektiver Stundenlohn niedriger.
- Zuschläge: Nacht-, Sonntags- oder Feiertagszuschläge sind oft steuerfrei, müssen aber beim Stundenlohn für den Mindestlohn mitgerechnet werden (BMAS).
Fazit
Die Frage „Wie berechne ich meinen Stundenlohn?“ lässt sich mit einer einfachen Formel beantworten. Entscheidend sind dein Bruttomonatsgehalt und deine wöchentliche Arbeitszeit. Mit dem aktuellen Mindestlohn von 13,90 € (2026) hast du eine klare Untergrenze. Für den Nettovergleich nutze am besten einen zuverlässigen Rechner – wirf einen Blick in unseren Ratgeber für weitere Tipps rund um Gehalt und Abzüge.
Denk dran: Dein Stundenlohn sagt viel über deinen Marktwert aus. Vergleiche regelmäßig und scheue dich nicht, bei Gehaltsverhandlungen auf deine Zahlen zu pochen.
Selbst nachrechnen
Beispielorientierung bei etwa 4.500 € brutto (Steuerklasse I).
Abzugswasserfall
Vom Brutto zum Netto
Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.
Steuerklasse
Netto / Monat
2.513 €
Abzüge
1.987 €
Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meinen Stundenlohn aus dem Monatsgehalt?
Teile dein Bruttomonatsgehalt durch die Anzahl der monatlichen Arbeitsstunden. Bei einer 40-Stunden-Woche rechnest du: Monatsgehalt ÷ (40 × 4,33). Beispiel: 3.800 € ÷ 173,2 ≈ 21,94 €/h. Der Faktor 4,33 ergibt sich aus 52 Wochen ÷ 12 Monate.
Welcher Mindestlohn gilt ab 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde. Das entspricht bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden/Woche) einem Bruttomonatsgehalt von rund 2.409 €. Quelle: BMAS.
Wie hoch ist mein Nettogehalt bei 3.800 € brutto?
Das hängt von deiner Steuerklasse, Krankenkasse und weiteren Faktoren ab. Ein Beispiel (Steuerklasse I, gesetzlich krankenversichert, NRW, ohne Kirchensteuer): Bei 3.800 € brutto bleiben netto etwa 2.497 €. Nutze unseren [Brutto-Netto-Rechner](/rechner) für eine genaue Berechnung.